Dass ich diesen Ghibli Film „übersehen“ habe hat mich sehr geärgert, zumal auch ein Miyazaki hier das Drehbuch beisteuerte, aber da er in den heutigen Abend sehr gut rein passte bin ich doch recht glücklich dass ich „gewartet“ habe. Wie gewohnt ist das Charakterdesign mal wieder eine echte Herzensangelegenheit. Man verliebt sich quasi in jede einzelne Figur. Arrietty ist dabei natürlich ganz besonders. Allein die Details, wie z.B. die mal offenen und mal „geklammerten“ Haare, machen sie sehr plastisch und echt. Auch die Qualität ist mal wieder überragend und die Musik, welche diesmal nicht vom Haus- und Hofmeister der Ghibli Studios, Joe Hisaishi, sondern von Cécile Corbel stammt, ist eine Ohrenweide. Die Story ist klein, fein, durchaus simpel aber breit aufgestellt, durchdacht und durch die erzählerische Art, aufbauend und nachvollziehbar. Nur wenige verstehen einen so dünnen Stoff dermaßen interessant zu erzählen. Noboru Yoshida und Yōji Takeshige verstehen es hervorragend mit Bildgewalt, Mimik, kleinen Gesten, peripheren Figuren und einem hohen Maß an Ausdruck, diesem Film ein Gesicht zu verleihen welches man zwar von Ghibli gewöhnt ist, sich jedoch immer noch auf sehr hohem Niveau befindet. Fazit: Ein liebenswert melancholischer Film der der Raum zum träumen lässt.
„Arrietty“ ist der neueste Streich des legendären japanischen Animationsstudios Ghibi, das mit Klassikern wie „Prinzessin Monoke“ und „Das wandelnde Schloss“ immer wieder für frenetische Anime-Begeisterung im Westen gesorgt hat. Arrietty ist 14 Jahre alt und haust mit ihrem Clan in einer Behausung, die sie sich aus der Welt der Menschen geborgt haben. Sie gehört zur seltsamen Spezies der winzigen „Borger“ – die sich nun erstmals von einem Menschen entdeckt werden. Zwischen dem kleinen Sho und der noch viel kleineren Arrietty entwickelt sich eine liebevolle Freundschaft...
Heroische Schlachten, pathetische Reden, heldenmutige Taten und viel Blut. All das beschreibt im Groben die Neuverfilmung von Robin Hood. Zugegeben es könnte auch jeden beliebigen Mittelalterschlachtfilm bezeichnen aber es sind die Feinheiten die hier den Unterschied machen. Natürlich ist die Rolle des Robin genau auf Russell Crowe, der übrigens auch Produzent ist, zugeschnitten aber da er nicht nur schon seit „Gladiator“ genau diesen Typ Held quasi auch schon fast ohne Set verkörpert, nimmt man ihm die Rolle spielend ab. Ein goldenes Händchen bewies Ridley Scott auch bei dem Rest der Besetzung. Vor allem überzeugt hat mich die „nachnominierte“ Cate Blanchett alias Marion Loxley. Sie ist keine blutjunge, ungeschundene und faltenfreie Schönheit wie in anderen Historienfilmen, sondern ist endlich mal authentisch „dreckig“, gezeichnet und würdevoll. Von Max von Sydow brauche ich nicht reden. Jeder Film mit dem Er sein Talent teilt profitiert mächtig davon. Auch Mark Strong sei hier erwähnt. Er gibt einen recht ordentlichen Bösewicht mit reichlichen Komplexen ab. Kritik gibt es kaum, nur so viel das mir aufgefallen ist das eine Figur, der Scheriff von Nottingham, irgendwie überhaupt nicht in die Story passt. Natürlich kommt er nicht zum Zuge da der ganze Film ja ein fiktives Prequel zur eigentlichen Robin Hood Story ist. Dennoch hätte ich mir einen böseren Gehilfen Godfrey’s gewünscht. Vielleicht ändert sich das ja in einem zweiten Teil!? Fazit: Würden sich doch nur mehr Filme erheben, immer wieder bis Lämmer zu Löwen werden.
Die Gesellschaft ist im Wandel – stetig und immerzu, selbst wenn dieser natürliche Prozess im jeweiligen Moment kaum wahrgenommen wird. Wer allerdings einen Schritt zurücktritt und größere Zeiträume betrachtet, kann wirkliche Veränderung registrieren. Das Filmgeschäft reflektiert diese Entwicklungen selbstverständlich auch. Und so kommt es, dass ein Stoff, der seit Jahrhunderten existiert, in den verschiedenen Epochen immer wieder aus anderen Blickwinkeln betrachtet wird. Im Jahr 2010 ist die Zeit reif für eine Neusicht auf die Dinge, die da im Sherwood Forest des frühen 13. Jahrhunderts die Legende eines unbeugsamen Bogenschützen begründeten. Regisseur Ridley Scott wählt für seinen „Robin Hood" einen frischen Ansatz und zimmert ein kraftvolles, hervorragend inszeniertes Action-Abenteuer, das den Eindruck erweckt, als sei der „Gladiator" in die englischen Wälder eingefallen.
Bedingt durch diverse Ger-Dub Enttäuschungen habe ich eine längere Animepause eingelegt und muss sagen: Das war auch gut so! Um wieder einmal einzusteigen habe ich mich auch daher für einen Jap-Dub bzw Ger-Sub entschieden. Meine Wahl fiel auf Yumekui Merry. Mir ist von Anfang an die hohe Qualität und liebevolle Detailarbeit aufgefallen. Dieser Anime ist zwar mit 13 Folgen eigentlich viel zu kurz, beweist aber vielleicht gerade deshalb viel Gleichgewicht, ein unübertriebenes Set und Charakterdesign, spannende Story Elemente, latente , nicht übertriebene und genau richtig eingesetzte Ecchi Elemente und eine Dramaturgie die überzeugt. Einzig die Tiefe der Story lässt etwas zu wünschen übrig. Tja… das liegt wohl daran das ich mehr will und eigentlich hätte dieser Anime auch ein Mehr an Episoden gebraucht. Unterhalten hat er auf jeden Fall und für mich, nach langer Zeit, wieder einmal eine Empfehlung wert! Süße Träume!
Yumeji Hujiwara ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, wäre da nicht eine seltsame Fähigkeit, die sich vor 10 Jahren das erste Mal bemerkbar gemacht hat. Er kann bei den anderen farbige Auren sehen, die ihm sagen, was für eine Art Traum die Person haben wird. Seine eigenen Träume lassen sich auch ohne Aura leicht voraussagen, denn Yumeji träumt jede Nacht den gleichen Albtraum, in dem er sich auf der Flucht vor Katzen befindet. Und die Situation im Traum wird immer schlimmer. Aber dann bekommt er überraschend Hilfe; von einem Mädchen namens Merry Nightmare, das buchstäblich vom Himmel gefallen und offenbar selber ein Albtraum ist.
Ich bin schon lange Shiml-Fan doch habe ich sein Schaffen dann doch leicht aus den Augen verloren. Seit „Hinterm Horizont“ ist er jedoch sehr gewachsen und auch gereift.... Was dieser Song mehr als verdeutlicht...
Diese ganze ACTA Debatte geht mir langsam aber sicher auf die Nerven! Nicht weil sie mittlerweile fast überall im Netz vertreten ist… nein… weil die Herangehensweise einfach falsch ist… überall liest man bloß: „Protestpost’s gegen Acta“ und „… meldet euch alle an und gebt eure Stimme ab…“ außerdem „wir schalten unsere Seiten ab… für ein paar Stunden“ Das mag ja richtig sein aber ist das wirklich ein Boykott? Ich bin der Meinung das wir eben selbige Plattformen boykottieren um die es auch geht… Ich rede hier nicht nur von Facebook, zumal Herrn Zuckerberg das bestimmt nicht kratzt, nein vor allem Plattformen wie Youtube, myVideo, Studi VZ, Last FM, MySpace, RapidShare und ja auch Kino.to! Trefft die Gesetzgeber ins Herz indem ihr die Milliardenmaschinerie dieser Konzerne boykottiert denn nur die können wirklich etwas ausrichten!!! Hört auf das Internet kommerziell zu instrumentalisieren denn dadurch bekommen die Großkonzerne ihren Zulauf. Protest durch Boykott, löscht eure Konten und Zeigt der Welt das nur ein freies Internet nutzenswert ist und in dem Sinne auch einen Nutzen für die Gesellschaft bringt. Ich bin es leid das sich große Industriezweige gegen die Liberalisierung des Internets stemmen. Die Musik und Filmindustrie steht doch fast ausschließlich hinter ACTA. Das Musik und Filme auch durch alternative und kostenfrei bzw spendenfinanziert Vertriebswege sehr erfolgreich sein können steht nicht auf dessen Charta. In einer Welt die immer mehr auf das Teilen und Mieten setzt ist ein materieller Besitz wie CD’s und DVD’s meiner Ansicht nach stark gefährdet. Solche Medien werden der Veränderung der Gesellschaft als erstes zum Opfer fallen. Wenn jedoch diese Industrien das nicht erkennen werden sie einbrechen… ob in 10 oder 100 Jahren… sie werden es! Denn schon heute sieht man wie es gehen kann… Ich habe mir heute 2 Alben von Futret gekauft und 5.02€ ausgegeben… freiwillig… online versteht sich… obwohl ich es auf Youtube jeden Tag hätte sehen können. Klasse statt Masse. Die Industrie vergisst dass mindestens 95% der „geklauten Wahre“ nie gekauft worden wäre. Die Popularität mancher Musik ist allein den illegalen Downloads zu verdanken. Aber die Industrie macht daraus eine Milchmädchenrechnung. 2011 ist zum ersten mal seit etlichen Jahren die Musikindustrie wieder gewachsen… ich sage voraus das sie nach ACTA nicht nur zusammenbrechen, sondern fast ihre Daseinsberechtigung verlieren wird!
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